Performance Brunch

 Stimmen:

 

"Achtung- die Köchinnen des Performancebrunch sind mit allen Wassern gewaschen! Nicht nur, dass sie einem gleich zu Beginn mit professioneller Entspanntheit und köstlichem Appetizer für sich gewinnen, auch der mutige Brückenschlag zwischen Zeitgenössischem und Tradition gelingt ihnen wunderbar. Ein herzlicheres Willkommen in die durchaus oft ruppige Welt der Performance kann ich mir schwer vorstellen. Bitte sich gerne einkochen zu lassen!" maRia Probst (Besucherin, Tanz- Performancekünstlerin)

 

"Der Performance-Brunch ist ein wunderbares Kunst-Ereignis. Inspirierende künstlerische Beiträge, Gespräche, die zum eigenen Reflektieren und Weiterdenken anregen und neue Perspektiven eröffnen - umrandet von einem herbstlich-kulinarischen Genuss zusammen mit Menschen, die sich ebenso ein- und überraschen lassen. Ein sinnlicher, nachwirkender Sonntag." Johanna Jonasch (Besucherin, Kunst- und Kulturschaffende)

 

„Volkskunst- einmal anders: Erfrischend, frech, witzig, "stimulierend". Da passiert etwas Unvorhergesehenes. Ein Potpourri aus Motiven der Volkskunst und avantgardistischen Ausdruckformen.“ Brigitte FIALA (Besucherin, Ärztin)

 

„Für mich ist der Performance Brunch wichtig, weil er immer wieder Möglichkeiten bietet, sich mit österreichischer Kultur auseinander zu setzen, ohne ins Konservative und Heimattümelige abzurutschen. Auch - oder gerade - die Traditionen eignen sich dazu, umgedeutet und modern verarbeitet zu werden. Trachten und Subversion, Volksmusik und moderne Performance, Brauchtum und Provokation - wieso eigentlich nicht?“ Mag.a Angelika Adensamer (Besucherin, Juristin und Kriminologin)

 

"Der Heimatbegriff sanft erhitzt, lust- und liebevoll auf kleiner Flamme geköchelt bis er feinfasrig von selbst zerfällt, sobald man ihn mit der Zunge gegen den harten Gaumen drückt um alle Fassetten des umfassenden Genusses per Aktionspotentialserie dem Zerebrum zugänglich zu machen, wo er dann letztlich auch sein politisches Potential freisetzen kann." Mona Rabofsky (Künstlerin)

 

„In Zeiten wo wir allerorten in Europa mit wiederaufbrechenden Nationalismen und deren Anrufungen vereinfachter Heimat- und Geschichtsvorstellungen und neuen Vorstellungen von Homogenität und Geschlossenheit konfrontiert wird, wird eine differenzierte Auseinandersetzung mit Traditionalsmen und deren folkloristischer Ausformung um so relevanter. Wenn von politischer und ökonomischer Seite wieder mit problematischen Sehnsuchtsbildern und Brauch und Trachtenelementen gearbeitet wird - siehe den letzten Bundespräsidentschaftswahlkampf, Marketingstrategien von Hofer und Billa oder der Österreich Werbung (ähnlich andernorts). Das Format Performance Brunch hat sich eine kritisch-dekonstruktive Re-Lektüre folkloristischer Elemente verschrieben und hier mit erfolgreichen Auseinandersetzungen das innovative Potential von Performance in der Kritik problematischer Riten deutlich gezeigt. Wir würden uns freuen, falls diese Serie fortgesetzt werden könnte.“ Herbert Justnik (Kurator Volkskundemuseum Wien)

 

"Das Österreichische Museum für Volkskunde (Volkskundemuseum Wien) ist ein kulturhistorisches Museum mit Sammlungen aus allen Teilen der ehemaligen Habsburgermonarchie. Das Haus versteht sich als reflektierender Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung mit kulturellem Erbe im Dialog mit rezenten politischen und kulturellen Prozessen – z.B. Stichwort Heimat. Ein Museum ist per se ein politischer Ort, das Volkskundemuseum Wien versucht in unterschiedlichen Experimenten und Formaten dieses Handlungsfeld transparent und nachvollziehbar zu machen. Performance Brunch ist eine gute Möglichkeit, über unterschiedliche Ausdrucksformen kulturelle Positionen zu hinterfragen." Matthias Beitl (Direktor Volkskundemuseum Wien)

 

„Performance Brunch ist ein künstlerisches Format, das Traditionen aus neuen Perspektiven interpretiert. Dabei werden bestehende Rollenbilder, Verhaltensmuster, herkömmliche Regeln traditioneller Ausdrucksformen (Gesang, Brauch, Tanz…) aufgebrochen und mit künstlerischen Elementen informativ wie performativ zu einem neuen Gesamtkunstwerk miteinander verwoben. Die Zuhörerschaft taucht damit ein in Bekanntes und Unbekanntes - in den Spiegel ihrer selbst. Denn die Beschäftigung mit Traditionen tragen zur Selbstvergewisserung einer modernen Gesellschaft bei (zit. Nach Konrad Köstlin) . Das Österreichische Volksliedwerk sieht sich mit seinen Archivmaterialien stets als Mittler zwischen wissenschaftlicher Dokumentation von traditionellen Ausdrucksformen und deren Auseinandersetzung in der aktuellen Praxis.“ Irene Egger (Generalsekretärin Österreichisches Volksliedwerk)

 

„Der Performance Brunch #9 “Einglegt – Auftischt”: eindrücklich, anregend, bedrückend und zur (Selbst)Reflexion bzw. zum Nachdenken drängend – hin und wieder mit ein paar Passagen zum Schmunzeln dazwischen. Ausgehend von Elementen aus Brauch und Tradition sowie historischen Dokumenten werden auf höchst künstlerischem Niveau Interpretationen und Neudeutungen angeboten, die bei anschließend servierten kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Welt mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aber auch mit den Künstlerinnen ausführlich geteilt bzw. diskutiert wurden. Der Performance Brunch von September bis Dezember 2017 im Österreichischen Volksliedwerk machte deutlich, was in (gelebter) Volkskultur „steckt“ bzw. wie mit eben dieser zeitgemäß und hinterfragend umgegangen werden sollte.“ Dr. Gerda Lechleitner (Besucherin, Leitung Phonogrammarchiv Wien)



Ankündigung Performance Brunch REAL Sept 2016
Magazin An_schläge

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Ankündigung Performance Brunch Juni 2016
Tanzzeitschrift.at
http://www.tanzschrift.at/buehne/vorschau/314-performance-brunch-real-im-top-kino
 


Statement des Teams:

Politisch bewegte Zeiten in denen Begriffe wie Heimat, Tradition und Bräuche erneut besetzt und benutzt werden.
Umso wichtiger - finden wir - hier einen Gegensatz zu schaffen, in welchem klar wird: Traditionen und Bräuche sind nicht festgeschrieben, ebenso wie Heimat für jede Person etwas anderes bedeuten kann. Wir wollen mit unserer Arbeit Menschen zusammen bringen, Denkanstösse geben und friedliche Diskussionsräume eröffnen.